Langsam geht uns die Puste aus. Seit über einem Jahr gehören Masken, Desinfektion und ständig neue Regelungen zu unserem Alltag. Was macht es mit unserem Kopf und was man dagegen tun kann, erfährst Du in diesem Blog.

 

Stammtier Mensch

Tausende von Jahren streiften wir als Jäger und Sammler in Stämmen durch die Wildnis. Das gemeinsame Erleben, Bewältigen von Schwierigkeiten, die Geselligkeit und die täglich neuen Abendteuer ist für unser Gehirn praktisch eine Droge.

Richtig! Denn diese Erlebnisse führen zur Ausschüttung von Opioiden. Opioide sind körpereigene Peptide, die eine vergleichbare Wirkung im Gehirn haben wie das Opium: Steigert das Selbstvertrauen, lindert das Schmerz- und Angstempfinden.

Durch das andauernde Homeoffice, das Homeschooling und die geschlossenen Freizeiteinrichtungen werden wir in die eigenen vier Wände getrieben und erleben so wenig Neues und Spannendes.

Dies ist eine unnatürliche Situation für unser Gehirn und es reagiert nicht mehr, wie zuvor beschrieben mit mehr Selbstvertrauen und gelinderten Angst- und Schmerzempfinden. Das Gegenteil ist der Fall: Vermindertes Selbstvertrauen, Überforderungen und Depressionen.

Ein Beweis dafür, dass spannende Situationen im Gehirn Motivations- sowie Lernfaktor hochfahren und Langeweile im Kopf negativ besetzt ist, ist der Urlaub im Vergleich zum Büroalltag:

Erinnerst Du dich an den letzten Urlaub? Was hast Du vor vier Monate im Büro erlebt?

Die gute Nachricht ist: Es gibt eine Lösung!

Tageslicht genießen

Einer der wichtigsten Tipps ist es: „Bewege Dich mehr an der frischen Luft!“

Welche positiven Effekte die Bewegung grundsätzlich auf unseren Geist und die Seele hat, liegen uns klar auf der Hand.

Das Bewegen vor allem an der frischen Luft erhöht die seelische Gesundheit, verringert Depressionen und senkt den Cortisolspiegel (Stresshormon), den Puls sowie den Blutdruck.

Das Tageslicht fördert außerdem die Produktion des Hormons Melatonin (Tiefschlafhormon) und erhöht den Vitamin-D-Spiegel. Das Vitamin D ist eines der populärsten Vitamine. Es hilft der Schilddrüse optimal zu arbeiten und verbessert somit den Stoffwechsel. Außerdem wirkt sich Vitamin D positiv auf unsere Stimmung aus, indem es die Produktion des Neurotransmitters Serotonin steigert.

An der frischen Luft erlebst Du mehr und steigerst Deine geistige Leistungsfähigkeit, denn beim Laufen fallen uns Dinge ein, nicht zu Hause.

Also „bewege Dich mehr an der frischen Luft!“

Herzhaft Lachen

Wann hast Du das letzte Mal wirklich herzhaft gelacht?

Ein Kind lacht durchschnittlich 400-mal am Tag, ein Erwachsener hebt in derselben Zeit nur 15-mal die Mundwinkeln.

Also „mehr Comedy statt Nachrichten!“

Studien zeigen, dass eine Kombination aus aufrechtem Stehen und einem ehrlichen Lächeln die Testosteronproduktion sowie Ausschüttung der Glückshormone erhöht.

Außerdem stärkt Lachen das Immunsystem, apropos Immunsystem…

Das Ding mit dem Immunsystem

Neben dem herzhaften Lachen gibt es viele weitere Faktoren, die das Immunsystem stärken. Zwei der Wichtigsten sind definitiv der Schlaf und die Darmgesundheit.

Ein guter Schlaf ist durch nichts zu ersetzen

Unser Schlaf beeinflusst die Regeneration und somit auch das Immunsystem am meisten.

Viele unterschätzen, was guter Schlaf bedeutet. Zweimal nachts auf die Toilette rennen und 5-mal den Wecker klingeln lassen ist kein guter Schlaf.

Wie gut wir schlafen, hängt von mehreren Faktoren ab. Das wichtigste dabei ist, wann wir schlafen gehen und wann wir aufwachen. Gehe vor 23:00 Uhr ins Bett und stehe vor 08:00 Uhr auf, am besten ohne Wecker. Schlafe 6-8 Stunden durch ohne Pinkelpausen.

In der Tiefschlafphase produziert unser Körper das Hormon Melatonin. Melatonin ist ein wichtiger Antagonist des Stresshormons Cortisol und essenziell für ein starkes Immunsystem.

Außerdem hat der Schlaf einen Einfluss auf das Gewichtsmanagement und die Produktion des „Anti-Aging-Hormons“ DHEA.

Schenke Deinen Darmbewohnern mehr Aufmerksamkeit

Die Bakterien im Darm, das sogenannte Mikrobiom, haben den größten Einfluss auf das Immunsystem.

In erster Linie „ärgern“ Fast Food und Gluten den Darm. Gluten ist ein Speicherprotein in Weizen, Roggen und Gerste. In großen Mengen schwächt Gluten die Darmwand und somit wird der Entzündungslevel im Körper erhöht. Ein erhöhtes Entzündungslevel beschäftigt das Immunsystem.

In erster Linie unterstützen Probiotika die Darmbakterien. Dazu gehören Joghurt und fermentierte Produkte wie Sauerkraut.

Also „esse mehr davon, was Deine Darmbewohner stärkt und nichts, was Deinen Bauch unnötig reizt!“

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